Bundeskonferenz der Kolpingjugend

Europa im Blick

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29.09.2026

Einen besonderen Schwerpunkt der Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland (BUKO) vom 25. bis 27. September 2026 in Köln bildete das Thema Europa. In einem Studienteil setzten sich die Teilnehmenden mit ihrer Vision für die Europäische Union auseinander. Unterstützt wurden sie dabei von den Jungen Europäischen Föderalist:innen (JEF), die mit Impulsen und Methoden den europäischen Gedanken in den Mittelpunkt rückten.

Darüber hinaus verabschiedete die Bundeskonferenz zahlreiche Beschlüsse zu aktuellen gesellschaftlichen und verbandlichen Themen. Dazu gehörten Positionierungen zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen, zur Unterstützung der Studie zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in katholischen Jugendverbänden, zur Weiterarbeit der AG Klimaneutralität sowie zu Nutzungsrichtlinien für generative Künstliche Intelligenz. Zudem wurde das Konzept für die Großveranstaltung der Kolpingjugend im Jahr 2028 im Diözesanverband Paderborn beschlossen.

Die Konferenz war geprägt von konstruktiven Diskussionen, gegenseitiger Bestärkung und einem klaren Engagement für Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung und die Zukunft Europas. Zudem wurden mit Tonius Weiß als ehrenamtlichem Bundesleiter und Mathis Heineke als ehrenamtlicher Geistlicher Leiter zwei neue Mitglieder in die Bundesleitung gewählt.

Zur BUKO reisten Delegierte aus dem Diözesanverband Augsburg an, darunter Hannah Seiler (Kolpingjugend Schwabmünchen), Johanna Heckl (Kolpingjugend Schwabmünchen), Philipp Leufen (Kolpingjugend Bobingen) und Levin Salanga (Diözesanleiter der Kolpingjugend). Ebenfalls vertreten waren Michael Säckl (Kolpingsfamilie Augsburg-Kriegshaber) als Moderator sowie Walter Fehle (Kolpingsfamilie Bobingen) für den Bundesvorstand.




Bild: Kolpingjugend Deutschland
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Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt

Im Juli 2026 startet eine umfassende, wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt im BDKJ und den angeschlossenen Jugend- und Diözesanverbänden. Die Untersuchung ist als offener, multiperspektivischer Prozess angelegt und nimmt den Zeitraum 1945 bis 2025 in den Blick.

Ziel ist es Betroffenen Gehör zu schenken, Fälle systematisch zu dokumentieren und organisationale Strukturen zu durchleuchten, um die Präventions- und Interventionsarbeit der Zukunft konsequent weiterzuentwickeln.

Die wissenschaftliche Untersuchung verfolgt drei zentrale Absichten:

  1. Dokumentation und Analyse von Gewaltfällen sowie das Sichtbarmachen bisheriger Leerstellen
  2. Identifikation möglicher gewaltbegünstigender und aufrechterhaltender Faktoren sowie von Schutzfaktoren der katholischen Jugendverbandsarbeit
  3. Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage für weitere Aufarbeitungsschritte und die Weiterentwicklung von Prävention und Intervention

Mit der Durchführung hat der BDKJ ein Forschungskonsortium beauftragt:

  1. Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), München
  2. Dissens – Institut für Bildung und Forschung, Berlin

Das Forschungskonsortium informiert auf einer eigenen Homepage über das Forschungsprojekt.