175 gute Taten: Ein Wegkreuz mit besonderer Geschichte
Als am 27. Oktober 1991 Adolph Kolping in Rom seliggesprochen wird, sind Mitglieder der Kolpingsfamilie Biberbach auf dem Petersplatz dabei. Der Wunsch auch daheim dauerhaft an dieses wichtige Ereignis zu erinnern, wurde von der Kolping-Jugendgruppe unter der Leitung von Franz Bayer Realität. So wurde ein imposantes Wegkreuz auf dem Weg zwischen Wallfahrtskirche und Lourdesgrotte errichtet.
Fast fünfunddreißig Jahre sind seither vergangen, die auch am Kreuz und seinem Standort nicht spurlos vorübergegangen sind. Deshalb wurde auf dem Mitgliedertreffen der Kolpingsfamilie im Januar 2026 angeregt, das Kreuz zu restaurieren und den Standort gegenüber der Kindertagesstätte ansprechender zu gestalten. Die zweite Vorsitzende der Kolpingsfamilie Biberbach, Monika Schuster, übernahm die Organisation für dieses Projekt. Dazu fanden sich zupackende Hände mit Fachkenntnissen, die teilweise schon bei ersten Mal dabei gewesen waren. So ist auch Schreinermeister Franz Bayer und der langjährige Vorsitzende Karl Baumann wieder dabei.
Das ca. 200 kg schwere Holzkreuz mit einem gegossenen Korpus wurde abgebaut und in einer Halle in Feigenhofen gelagert, gereinigt, die Holzteile neu gestrichen und um eine wetterfeste Rückwand ergänzt. Der Standort des Kreuzes wurde aufwendig mit Granitstufen und einer Rückwand aus Kalksteinen gestaltet und neu bepflanzt. Monika Schuster berichtet, dass bis zur Fertigstellung Ehrenamtliche rund 200 Arbeitsstunden investiert haben. Die anfallenden Materialkosten übernahm die Kolpingsfamilie Biberbach.
Seit einigen Tagen ist das Wegkreuz nun wieder an seinen angestammten Platz zurückgekehrt. Bürgermeister Christian Schuster machte sich vor Ort selbst ein Bild. Er dankte der Kolpingsfamilie für ihren großen Einsatz und lobte die optisch ansprechende Anlage und die würdige Gestaltung des Kreuzes. Am Fest „Kreuzerhöhung“ feiert die Kolpingsfamilie mit Präses Ulrich Lindl eine Dankandacht am neu renovierten Wegkreuz.
175 Jahre Kolping in der Diözese Augsburg sind ein Grund zu feiern und ein Anlass, gemeinsam aktiv zu werden. Mit dem Jubiläumsprojekt „175 gute Taten“ lädt der Kolping-Diözesanverband alle Kolpingsfamilien, Kolpingjugendgruppen, Kolping-Einrichtungen und Engagierte im Bistum Augsburg ein, das Jubiläum mit Leben zu füllen.
Die Kolpingsfamilie Biberbach hat die Renovierung des Kolpingkreuzes als Porjekt für die 175 guten Taten eingereicht.
Weitere Infos: www.kolpingwerk-augsburg.de/175guteTaten



