Wort von Diözesanpräses Kretschmer und Ideensammlung

...die Nacht wird weichen

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23.03.2020

Kolping-Musical Kolpingtag 2015


Plakat aus Oberbernbach

Als „Neuer“ bei Kolping bin ich neugierig auf alles, was mit Adolph Kolping zu tun hat. So habe ich am vergangenem Wochenende „Das Musical: Kolpings Traum“ auf einer DVD angesehen. Wegen des Corona-Virus wurden alle Veranstaltungen abgesagt und plötzlich war freie Zeit für mich da. Die letzte Szene des Musicals endet mit einem Lied, das mich sehr angesprochen hat. Der Refrain lautet: „Steht auf und gebt der Welt ein Lebenszeichen in jedem von euch brennt dasselbe Licht. Noch ist es dunkel, doch die Nacht wird weichen. Schenkt der Welt ein menschliches Gesicht.“

Im geschichtlichen Kontext der Mitte des 19. Jahrhunderts beziehen sich diese Sätze von Adolph Kolping auf die Ausbeutung und Verelendung der Arbeiterschicht, die vielen Menschen in die Hoffnungslosigkeit trieb. Ich kann diese Worte heute auch auf die Entwicklungen um CONVID-19 beziehen: das Virus verdunkelt unser gesellschaftliches Leben. Es wächst Verunsicherung und Sorge. Adolph Kolping nimmt ein Wort Jesu auf: Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5, 14) Dieses Licht brennt in uns. Deshalb können wir „aufstehen“ und Zeichen der Liebe und Zuwendung schenken. Wie solche Zeichen konkret ausschauen können, dazu wird es in den nächsten Wochen auf unserer Homepage Ideen und Anregungen geben bzw. wir laden ein uns solche Ideen zu melden, die wir weitergeben wollen. So wollen wir mithelfen, dass sich das „menschliche Gesicht“ in unserer Welt weiter vermehrt. Und wie es im Liedtext heißt, bin auch ich überzeugt: „die Nacht wird weichen“.

Wolfgang Kretschmer, Kolping-Diözesanpräses

 

„Steht auf und gebt der Welt ein Lebenszeichen in jedem von euch brennt dasselbe Licht. Noch ist es dunkel, doch die Nacht wird weichen. Schenkt der Welt ein menschliches Gesicht.“

(aus dem Musical: Kolpings Traum)

 

Ideensammlung solidarisches Handeln in Zeiten von Corona

  • Die Kolpingsfamilie Blonhofen-Aufkirch wendet sich an die Kolpingmitglieder und alle Bürgerinnen und Bürger im Markt Kaltental: „Aufgrund der außergewöhnlichen Corona-Virus-Situation möchten wir Ihnen helfen: Das heißt konkret für alle, die nicht in der Lage sind sich selbst zu helfen oder alleine sind: Wir erledigen Einkäufe von notwendigen Lebensmitteln; Wir erledigen Kurierdienste für Rezepten/Medikamente/Post; Wir haben ein Ohr für Sie, wenn Sie reden möchten.“
  • Die Kolpingsfamilie Oberbernbach hat zusammen mit den Pfadfindern und der Pfarreiengemeinschaft Aichach ein "Gute Taten Netzwerk" geknüpft. Mit dem "Hol- und Bring-Service, Einkaufen, Gassi gehen und mehr" soll allen, die ihre Erledigungen nicht mehr selbst tätigen können und / oder sollen (z.B. Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne), geholfen werden.
  • Die Kolpingsfamilie in Bobingen hat seine Mitglieder aufgerufen, sich an der Nachbarschaftshilfe der Stadt Bobingen zu beteiligen.
  • Die Kolpingsfamilie Schrobenhausen informiert in einer Pressemeldung über die Absage der Veranstaltungen und dass gebraucht Altkleider angenommen werden. Wir werden auch „- oder gerade trotz der Krise und den damit verbundenen Hamsterkäufen - weiter zu Lebensmittelspenden für die Schrobenhausener Tafel aufrufen und an die Solidarität der Bürger appellieren. Wir hoffen, dass wir auch in Zeiten von Hamsterkäufen und gesteigerter Vorratshaltung das ein oder andere (abgepackte) Lebensmittel oder der ein oder andere benötigte Haushaltsartikel an Menschen weitergeben können, die bei all den Auswirkungen der Pandemie schnell mal vergessen werden."
  • Die Kolpingsfamilie Augsburg-Kriegshaber will die Texte für die sonst übliche Gebetsstunde der Kolpingsfamilie in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag und die Impulse des Emmausgang den Mitgliedern zuschicken und die einladen, an den Tagen zur gleichen Zeit über eine Gebetsgemeinschaft verbunden zu sein.
  • Ein Kolpingmitglied berichtet: Da sich der Kontakt zu ihrer Mutter, weil sie zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gehört, auf das Telefon beschränkt, hat sie ihr in einem Brief geschrieben, was sie alles an ihr schätzt. Die Freude der Mutter war groß. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diözesanbüro war das die Anregung, eine Karte zu produzieren und diese Idee an die Kolpingsfamilien weiterzugeben (derzeit im Versand - auch als Formular im Download rechts zum online verschicken).
  • Björn Salanga, ehemaliger Diözesanleiter der Kolpingjugend und jetzt Mitarbeiter der Kolping Akademie hat für die Pfarrei Herz Mariä in Diedorf eine Internetseite mit Impulsen eingerichtet und pflegt diese. Auch Bastellanleitungen für Kinder aus der (geschlossenen) KiTa gibt es. www.katholisch-diedorf.de.

Gerne ergänzen wir Eure Ideen und Initativen! (Stand: 24.03.2020)

Allgemeine Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten

„Du bist gesund? Gehörst nicht zur Risikogruppe? Du möchtest aktiv werden? Für deine Nachbarn einkaufen gehen, den Hund Gassi führen oder ein Rezept in der Apotheke abholen? Wir möchten dich hierbei unterstützen und dir im Folgenden allgemeine Informationen dazu an die Hand geben, deutschlandweite Vernetzungsangebote darstellen und dir Netzwerke direkt bei dir vor Ort bieten, bei denen du dich melden kannst.“ Mit diesen Worten leitet der BDKJ Diözesanverband Augsburg seine Liste mit Kontaktadressen zu Freiwilligendiensten sortiert nach Landkreisen ein.

Hier geht es zur Liste des BDKJ: www.bdkj-augsburg.de

Eure Aktion im nächsten Kolpingmagazin?

Für einen Beitrag im Kolpingmagazin sucht das Kolpingwerk Deutschland kreative Ideen, wie Kolpingsfamilien in der aktuellen Situation Solidarität und Gemeinschaft leben können.

Weitere Informationen unter: www.kolping.de

Bilder: Kolpingtag 2015 von Michael Behrendt (Schrobenhausen)
23.03.2020
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