Diözesane Eröffnung der 60. Misereor-Fastenaktion

Heute schon die Welt verändert?



Schwester Dorothy Gabriel Fernandes (Bild: Kopp/MISEREOR)

Seit vielen Jahren führen die katholischen Verbände im Bistum Augsburg eine Woche nach der bundesweiten eine diözesane Eröffnung der Misereor-Fastenaktion durch. Da 2018 die Pfarrgemeinderatswahlen in Bayern am 2. Fastensonntag durchgeführt werden, haben das Abteilung Weltkirche in Absprache mit dem federführenden Verband (KAB) und der Pfarrei, in der die Eröffnung stattfindet, beschlossen, den 3. Fastensonntag herzunehmen. Die Eröffnung wird also am Sonntag, den 4. März 2018 in Erkheim bei Mindelheim stattfinden. Der Misereor-Sonntag ist der 18. März 2018. Thematisch geht es um Indien und die Frage eines guten Lebensstils für alle. Die kommende 60. Fastenaktion wird zusammen mit der Bischofskonferenz bzw. der Caritas in Indien vorbereitet und zeitgleich durchgeführt. In Kooperation mit der Abteilung Mission - Entwicklung - Frieden, der Pfarreiengemeinschaft Erkheim-Günztal, den Verbänden und anderen Organisationen wird die Veranstaltung und ein Rahmenprogramm erstellt und durchgeführt.

Termin

04.03.18 10:15 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort

87746 Erkheim
Wo ist das?

Zielgruppe

Alle

Indien – Perspektiven auf dem Land und in der Stadt

In Indien setzen sich die Partner von MISEREOR für ein gutes Leben insbesondere für die Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft leben müssen. Auf dem Land suchen sie nach Lösungen für die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Durch geeignete Umweltschutzmaßnahmen erhalten sie in ihrem Gemeinwesen die Qualität des Bodens und der Wasserressourcen, um für mehr Gleichgewicht im Ökosystem zu sorgen.
In der Stadt leisten die Menschen in ihren Armenvierteln mit Lernhäusern für Kinder und Ausbildungskursen für Frauen einen Beitrag zur Grundbildung und verhelfen den Frauen zu einem eigenen Einkommen. Der Einsatz zur Stärkung der Rechte der Arbeiter und Handwerker trägt zu einem menschenwürdigen Leben bei.
Gemeinsam unsere Welt verändern Überall auf der Welt soll „die ganze Menschheitsfamilie bei der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung“ (LS 13) einbezogen sein, mahnt Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si‘. Niemand soll dabei zurückgelassen werden. MISEREOR lädt dazu ein, in Deutschland Wege zu echter Lebensqualität in globaler Verantwortung zu gehen. Setzen Sie Impulse und treten Sie in einen Dialog darüber ein, wie die Fastenaktionen in Indien und Deutschland, unser Fasten, unser Verzicht zu einem Gewinn an Lebensqualität für viele Menschen werden können. Mit guten Ideen können auch Sie dazu beitragen, die Welt hin zu einem gerechten globalen Miteinander zu verändern.

Unser Gast: Schwester Dorothy Gabriel Fernandes

Schwester Dorothy, 1952 geboren, ist Gründerin und Leiterin der MISEREORPartnerorganisation JKGVS. Die 64-Jährige setzt sich für die Rechte der Arbeiter, Frauen und Obdachlosen von Patna ein. Sie studierte Soziologie und Pädagogik. Lange arbeitete die Schwester als Lehrerin für ihren Orden. „Aber das Leid in den Armenvierteln hat mich zu sehr beschäftigt”, sagt sie. „Ich wollte aktiv etwas dagegen unternehmen.” Die Armen der Stadt würden viel zur Entwicklung der Metropolen beitragen, seien jedoch permanent Schikanen ausgesetzt. Viele würden nicht einmal wissen, dass sie auch Rechte und Ansprüche gegenüber dem Staat hätten – oder trauten sich nicht, diese durchzusetzen. Bereits im Jahr 1999 gründete sie deswegen ihre Organisation in Patna. Sie ist überzeugt: Seitdem habe sie bereits viel bewegen können. Um Vertrauen aufzubauen, setzt sie auf einen möglichst engen Kontakt zu den Hilfsbedürftigen. Unter anderem übernachtete sie mit ihrem Team lange Zeit jeden Samstag im Bahnhof von Patna.

„Wir geben den Schwachen Kraft, damit ihren Forderungen entsprochen wird.”
„Die Armen erheben jetzt ihre Stimme und fordern ihre Rechte ein. Dank unserer Arbeit sind sie mutiger gegenüber den Behörden geworden.”

Sonntag, 4. März 2018 Diözesane Eröffnung der Misereor Fastenaktion

10:15 Uhr: Eucharistiefeier

Ort: Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - Erkheim (Babenhauser Str. 13, 87746 Erkheim)

Der Messfeier stehen vor:

  • Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR
  • Domkapitular Monsignore Dr. Wolfgang Hacker, Verbändereferent des Bistums Augsburg
  • Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, Leiter Hauptabteilung III: Kirchliches Leben und Abteilungsleiter Mission - Entwicklung - Frieden

Musikalische Gestaltung: „Schall und Rauch“ und Kirchenchor

anschließend: gemeinsamer Zug zur Mittel- und Grundschule Erkheim (Schulweg 1, 87746 Erkheim)

Fastenessen

 

Diskussionsrunden

 

Markt der Möglichkeiten

Unter anderem sind dabei:

  • misereor
  • pax christi
  • Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger - Projekte in Indien
  • Munju-Verein - Kenya
  • Möbelbau im Senegal aus Tygha
  • Ausstellung Bücherei und Volkshochschule
  • Weltladen Mindelheim
  • Katholischer deutscher Frauenbund (KDFB) - Solibrot-Aktion
  • Katholische Arbeitnehmerbewegung - Catholic Workers Movement (CWM) Songea/Tansania
  • Oikocredit Förderkreis Bayern
  • Missionierende Orden
  • Katholische Landvolkbewegung (KLB)
  • Bund Naturschutz
  • Bund der katholischen Jugend (BDKJ)
  • aktion hoffnung
  • Musikkapelle Erkheim

Spiritueller Abschluss

 

Rahmenprogramm

  • Thema Textil-Herstellung (Leder und Baumwolle) mit Filmvorführung und anschließender Diskussion durch KAB-Kreisverband
  • 26.-28.02.2018 KDFB-Gruppenbesuche durch Sr. Dorothy
  • 01.03.2018 Gast aus Indien in der Schule Erkheim im Unterricht
  • Misereor-Fußwallfahrt quer durch Deutschland streift die Diözese Augsburg. Die Wallfahrtsgruppe kommt am 15. Februar von Lautrach nach Memmingen/ St Josef (Gehstrecke ca. von ca. 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr) – Mitpilgernde gerne willkommen! Danach geht der Weg über Markt Rettenbach, Wörishofen, Landsberg, St. Ottilien weiter…
  • 06.04.2018 Ausstellungseröffnung zu Klimawandel, Konsum und Gerechtigkeit in der Bücherei Mering
  • 06.04.2018 Diskussionsforum „Plastikfreie Region“, Anna-Forum Augsburg

MISEREOR-Hungertuch 2017 / 2018 von Chidi Kwubiri

„Ich bin, weil du bist“ ist ein Sprichwort aus dem südlichen Afrika. Meine Menschenwürde ist nicht ohne die der anderen denkbar. Der Mensch ist vom Wesen her Teil eines Beziehungsgeflechts mit Gott, den Mitmenschen und der Natur. Gegenseitigkeit und Gemeinschaft sind für ihn unverzichtbar. Das 21. Hungertuch lädt ein zum Gespräch darüber, wie Menschen einander näher kommen und miteinander die Zukunft unseres Planeten gestalten können. Es braucht die Teilhabe aller, um die Krisen der Gegenwart zu bewältigen. Kwubiri vermeidet einfache Zuschreibungen – Frau / Mann, reich / arm, Flüchtling/Helfer… Es sind zuallererst Menschen. Ihre Unterschiedlichkeit bleibt, wird aber in der Gegenseitigkeit durchlässig. Das Hungertuch ermutigt uns zum dringenden Dialog mit Anders-Denkenden, mit anderen Religionen und Nicht-Religiösen – Mitmenschen eben.
Das Hungertuch und das Materialset mit Begleitheft, DVD, Bildblättern und Meditationen kann unter www.misereor-medien.de bestellt werden. Unter www.hungertuch.de bietet Miserior weitere Infos zu Hungertuch und Künstler, multimediale Impulse und einen kurzen Film an.