102. Katholikentag

leben teilen

Auf Einladung der Diözese Rottenburg-Stuttgart wird der 102. Katholikentag 2022 in Stuttgart stattfinden. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken nahm bei seiner Herbstvollversammlung 2018 die Einladung an.

Termin

25.05.22 bis 29.05.22

Ort

Stuttgart
Wo ist das?

Veranstalter

Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK)

Zielgruppe

Alle

Motto "leben teilen"

Der Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat am Freitag, dem 9.Oktober 2020, auf Vorschlag der Katholikentagsleitung "leben teilen" als Leitwort beschlossen.

„Mit dem Leitwort leben teilen wollen wir unseren Glauben an einen Gott zum Ausdruck bringen, der in seinem Wesen personale, liebende und barmherzige Selbst-mit-teilung ist, der selbst Mensch wird, das menschliche Leben teilt, Menschen Anteil an sich gibt und sie in die Gemeinschaft des Lebens einlädt“, so der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg. „Diesen Glauben leben wir in einer kirchlichen Gemeinschaft, die von Anfang an und durch die Jahrhunderte aus dem Brechen des Brotes und dem Teilen des Kelches, im Teilen des Lebens in solidarischer Nächstenliebe und schließlich im Verkünden des selbst Erfahrenen untereinander und mit anderen lebte und heute lebt.“

Mit seinem Leitwort will der Katholikentag ganz ausdrücklich an das Zeugnis eines der weit über die Kirche hinaus bekanntesten europäischen Heiligen, des hl. Martin von Tours, anknüpfen, der mit dem Armen seinen Mantel teilt und darin Christus begegnet. Als Patron der gastgebenden Diözese Rottenburg-Stuttgart hat Bischof Dr. Gebhard Fürst in den vergangenen Jahren den hl. Martin auch über den europäisch verbindenden Martinus-Pilgerweg (Szombarthely-Tours), der durch Stuttgart und die Diözese führt, neu erschlossen.

„Das Motto des Katholikentages 2022 passt optimal zu unserer Diözese mit dem Heiligen Martin als Patron. Für uns Christen ist das Teilen gelebte Nächstenliebe - die vor der eigenen Haustür beginnt und sich über die ganze Erde erstreckt. Mir persönlich liegen die Themen Weltkirche und globale Gerechtigkeit sehr am Herzen. Sie werden ein Schwerpunkt-Thema sein beim Kirchentag in Stuttgart“, so Bischof Fürst.

Das Leitwort leben teilen ist auch von der Überzeugung getragen, dass im ökumenischen und interreligiösen Dialog die Suche nach Gemeinsamkeiten und einem gelingenden Miteinander auf dem dialogischen Teilen basiert.

Nicht zuletzt erinnert das Leitwort an den politisch-gesellschaftliche Gestaltungsauftrag des christlichen Glaubens, der auch ein zentrales Anliegen der Katholikentage ist. Im Dialog mit der nationalen, europäischen und internationalen Gesellschaft soll der Katholikentag zeigen, dass der christliche Weltauftrag darin besteht, auf der Basis einer menschenwürdebasierten Geschwisterlichkeit in der einen Menschheitsfamilie Erfahrungen, Güter, Werte, Chancen und Herausforderungen gerecht, solidarisch und gemeinwohlorientiert zu teilen. Er wird sich damit ausdrücklich gegen gesellschaftliche und politische Partikularisierungs-, Spaltungs und Abgrenzungstendenzen stellen.

Teilen ist in unserer, von sozialen Medien geprägten Wirklichkeit, omnipräsent: Bilder, Geld, Autos und Werkzeug werden über Apps geteilt. Man nimmt am Leben anderer teil. Damit entstehen neue Herausforderungen, beispielsweise im Bereich des Datenschutzes. Global hat nicht zuletzt die Corona-Pandemie allen deutlich vor Augen geführt, dass wir in einer vernetzten Welt leben. Wie wir Wissen, Wohlstand und Sicherheit neu und anders teilen, soll ebenfalls auf dem Katholikentag 2022 in Stuttgart diskutiert werden.

(Aus der Pressemeldung des ZDK vom 9. Oktober 2020)

Zum Katholikentag allgemein

In der Regel alle zwei Jahre veranstaltet das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) einen Katholikentag. Schauplatz ist jeweils eine andere Stadt in einem anderen Bistum. 2018 war der Deutsche Katholikentag zu Gast in Münster und 2016 in Leipzig, Das ZdK und die gastgebende Diözese gründen gemeinsam einen Trägerverein. Dieser stellt im Auftrag der Veranstalter die wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Mittel und Voraussetzungen für die Planung, Durchführung und Abwicklung des Katholikentags vor Ort sicher.

Das oberste beschlussfassende Gremium des Katholikentags in inhaltlichen und programmatischen Fragen ist die Katholikentagsleitung. Sie setzt sich aus Vertretern des ZdK, der gastgebenden Diözese und des Trägervereins zusammen. Den Vorsitzend hat der jeweilige ZdK-Präsident inne.

Die Katholikentagsleitung richtet eine Programmkommission ein, die für die Planung und Durchführung des gesamten Programms des Katholikentags zuständig ist. Die Programmkommission besteht aus den Vorsitzenden der jeweiligen Programmarbeitskreise, einem Repräsentanten der Evangelischen Landeskirche sowie weiteren Vertretern aus dem gastgebenden Bistum, der Katholikentagsgeschäftsstelle und dem ZdK-Generalsekretariat.

Die Programmkommission entwickelt ein Gesamtkonzept für das Programm des Katholikentags. Hierzu koordiniert sie die Programmvorschläge der Arbeitskreise mit jenen Beiträgen, die kirchliche Organisationen und Institutionen zu den verschiedenen Themenbereichen beisteuern. Die Programmkommission legt der Katholikentagsleitung die Gesamtplanung des Katholikentagsprogramms zur entgültigen Beschlussfassung vor.

Der Rechtsträger richtet außerdem die Geschäftsstelle ein, die ihren Sitz in der durchführenden Stadt hat. Die Geschäftsstelle übernimmt die organisatorische, technische und finanzielle Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung des jeweiligen Katholikentags. Sie gliedert sich in die Bereiche Geschäftsführung, Programm, Planung und Technik, Infrastruktur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Teilnehmerservice und Zentrale Dienste.

(Quelle: www.katholikentag.de)