Sonntagsgespräch der Kolpingsfamilie

Über den Hospizdienst

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13.04.2011

Über Arbeit, Aufgaben und Wirken im Hospizdienst und in der Begleitung von Sterbenden informierte Birgit Hofmeister in ihrem Referat die Zuhörer beim letzten Sonntagsgespräch der Kolpingsfamilie Dillingen.

Alt und krank sein, oder das Sterben passe vielfach nicht in das Bild der heutigen Gesellschaft. Beides lasse sich jedoch nicht ausblenden. Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Caritasverband des Landkreises verfolge in seiner Arbeit das Ziel, die Lebensqualität von Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu verbessern. Dazu gehöre die würdevolle Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden, das Eingehen auf deren Bedürfnisse und die Hilfe bei der Linderung von Beschwerden unter Mitwirkung von Betreuern und übergeordneten Einrichtungen.

Hilfestellung biete man auch Rat und Unterstützung suchenden Angehörigen an, sowie Menschen, die in ihrer Trauer begleitet werden wollen. Derzeit umfasse der Hospizdienst drei hauptamtliche Pflegefachkräfte und 50 ehrenamtliche Helfer.

Die Bandbreite der Arbeiten reiche von der Aufklärung von Angehörigen und der Anleitung zur Eigenhilfe bis hin zu einer leichten Grundpflege, Besuchen sowie Nacht- und Sitzwachen. Vielfach ausreichend seien aber einfach Dasein, Zuhören und Anteilnehmen. Die Hilfe durch den ambulanten Dienst sei mit keinen Kosten verbunden. Jeder Schwerkranke und dessen Angehörige könne sie in Anspruch nehmen, unabhängig von Religion, Herkunft oder Weltanschauung. Alle Mitarbeiter würden der Schweigepflicht unterliegen. Finanziert werde die Arbeit durch Zuschüsse der Krankenkassen und durch Spenden.

An den Schluss ihrer Ausführungen stellt die Rednerin ein Wort der Begründerin der Hospizidee Cicely Saunders: "Wir werden alles tun, damit Menschen nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können".

Der 1. Vorsitzende Josef Bihler dankte Birgit Hofmeister für die Einblicke in die soziale Arbeit der caritativen Einrichtung. Er weist abschließend auf die nächste Veranstaltung am 15. Mai hin. Frau Erika Schweizer, Gesundheitspädagogin der Sebastian- Kneipp-Akademie, sagt dann "Warum Kneipp heute aktueller denn je ist".

Josef Bihler
13.04.2011
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